Samstag, 10. März 2012

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge

Fehlt dir morgens schon der Sinn:
Such dir ein Ziel und fahre hin!
Darin liegt der ganze Sinn.
Mehr ist meistens auch nicht drin.

Mittwoch, 7. März 2012

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge

Siehst du die Welt im Frühling schwarz,
hilft dir bestimmt kein Rosenquarz,
kein Bergkristall, kein Amethyst...
Das Beste, ja das Beste ist,
wenn du alles schnell vergisst,
was dich stört und was dich quält...
Denk nur an das, was wirklich zählt!
Was? Das musst du selber wissen:
Was für ihn gut,
was gut ihm tut,
das ist für dich beschissen.

Samstag, 3. März 2012

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge

Das gilt immer: zage nie!
Kleine Schritte: Wage sie!
Nimm den Mund nicht allzu voll,
sei vernünftig und nicht toll!
Nur bisweilen: Lass es knacken!
Lass dich einfach mal versacken!
Nur einen Abend, bis früh um zwei...
Danach ist alles schnell vorbei.

Donnerstag, 1. März 2012

Ramsenthalers Träume

KULTUR

Manchmal träumt er von Kultur...
Doch er fragt: Was ist das nur?
Schweinehaxen, Wagnerlieder?
Schöne Frauen, nur im Mieder?
Kultur: am Ende Politik?
Oder harte Rockmusik?
Gibts Kultur in der Provinz?
Braucht man dafür einen Prinz'?
Ach Kultur: Was soll das bringen?
Dieses Dichten, Tröten, Singen?

Und dann ruft er ohne Säumen:
Ich will jetzt von was Andrem träumen!

Montag, 27. Februar 2012

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge

Fühlst du als Frau dich mal als Mann
und umgekehrt. Was machst du dann?
Warte ab, ob es so bleibt...
Und wenn es bleibt,
dann kauf dir neue Kleider.
Das kostet Geld, ja leider...
Doch dann wirst du zur tollen Diva
und wirst verehrt wie Schiwa.

Freitag, 24. Februar 2012

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge

Im Leben musst du nichts vollbringen,
du musst nicht mit dem Schicksal ringen!
Du musst nicht müssen!
Streb nach Genüssen
der leichten Weise!
Ansonsten sei dir anvertraut:
Sei niemals laut,
sei immer leise!

Dienstag, 21. Februar 2012

Kulinärrische Verse

DIÄT

Diät heißt, dass man wenig isst,
den Hunger dann dabei vergisst,
sich nur von beinah nix ernährt,
was herrlich an der Speckschicht zehrt.

Ein Meister kann sogar dabei
das Glück empfinden, einerlei,
was vor ihm auf dem Teller liegt:
er hält es durch und siegt.

Mir aber will das nicht gelingen,
mir muss man gute Speisen bringen.
Und krieg ich davon einen Bauch,

so weiß ich, dass ich diesen brauch'
für mein besonderes Wohlempfinden
und um nicht gänzlich zu verschwinden.