Samstag, 22. März 2014

Ramsenthalers Randgestalten


Ein Herr mit blauen Haaren,
nicht mehr ganz jung an Jahren,
geht gerne ganz gestreift,
sehr parfümiert und eingeseift:
So treibt er’s schon seit Jahren.


Ramsenthalers Randgestalten







Der Herr von Lampenduster:

das war ein ganz schön Wuster!
Von all seinen Frauen,
wollt' ihm keine mehr trauen,
dem Herrn von Lampenduster.

Dienstag, 18. März 2014

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge


Wird dir alles zur Bedrängnis
mit einem Anflug von Verhängnis,
geh dann nicht gleich in das Gefängnis!
Lass dem Schicksal seinen Lauf!
Und schon lebst du wieder auf...

Freitag, 14. März 2014

Aus Ramsenthalers Notizheften


Was geht mir heute durch den Kopf: Ein Wirrwarr schwarzer Striche unendlich ineinander geballt verwickelt Erinnerungen an gewisse Tage die ich schon längst vergessen habe und doch entsteht auf wunderbare Weise ein unkenntliches Porträt

Montag, 10. März 2014

Aus Ramsenthalers Notizheften

ERINNERUNGSFETZEN


Jean-Sol Partre in Boris Vians Roman L’écume des jours.

Die Tarahumaras von Antonin Artaud.

Das Mallarmé-Porträt von Manet.

Die Tapetenmuster bei uns zuhause.

Der Rosenquarz.

Die Grand’-Ile.

Der Anarchistentoast bei H. C. Artmann.

Prag im Golem von Gustav Meyrink.

Indochina in den Romanen von Emanuelle Arsan.

Die Grafiken von Henry de Groux.

Die Bibliothek des Hauses Usher. 

Dienstag, 4. März 2014

Aus Ramsenthalers Notizheften

Im Dunkeln

Im Schattenspiel der schwarzen Nacht
droht das Nichts, der Wahnsinn lacht.
Das Unverständliche obsiegt,
der gute Mensch am Boden liegt.
Und was auch immer ich gedacht,
als ich diese Zeilen schrieb,
für immer tief im Dunkeln blieb.

Sonntag, 2. März 2014

Aus Ramsenthalers Notizheften

Ich werde geliebt und erinnere mich an vor langer Zeit geschaute Träume:
Vom Wandern müde ruhten wir am Waldrand. Das weite grüne Tal lag vor uns. Ich wollte etwas in die Rinde einer Buche ritzen: ein Herz, glaube ich, war es, wie man es oft an Bäumen sieht (auch in Witzblättern). Mein Vater verbot es mir.