Das ist ein Trinker, leider.
Völlig verdreckt sind seine Kleider.
Er sieht die Welt nur noch verschwommen...
Wie ist es nur so weit gekommen?
Dienstag, 8. Juli 2014
Freitag, 4. Juli 2014
Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge
Missfällt dir die Musicke,
dann werd’ nicht gleich zur wilden Zicke!
Verlass den Saal
ganz leise und gemessen!
Geh etwas essen!
Zum Beispiel grünen Aal.
Mittwoch, 2. Juli 2014
Aus Ramsenthalers Notizheften
ERINNERUNGSFESTZEN
Die Rue Camille Desmoulins in
Paris.
Die Heiligenbilder im Gesangbuch meiner Mutter.
Der Esel mit der Samthose von Henri Bosco.
Das Arsenale in Venedig.
Die Abende in den Cevennnen.
Das Tagebuch von Charles Juliet.
Die Kriegsfotos meines Vaters.
Die Enttäuschungen.
Die Nacht im Hafen von Bastia
Die ehemalige Schule in Scudellate.
Die Nietzsche-Lektüre auf La Réunion.
Die alten Sagenbücher meiner Eltern.
Gary Cooper in High Noon.
Das Halbgefrorene in Florenz.
Die verhüllte Statue im Park hinter dem Palazzo Pitti.
Susännchen von Fritz Beinke.
Mittwoch, 25. Juni 2014
Ramsenthalers Randgestalten
Der hier trägt ein Monokel,
auf einem Auge ist er blind.
Er ist der Müllersjockel,
wahnsinnig schon als Kind.
auf einem Auge ist er blind.
Er ist der Müllersjockel,
wahnsinnig schon als Kind.
Dienstag, 24. Juni 2014
Aus Ramsenthalers Notizheften
ERINNERUNGSFETZEN
Das Käthchen von Heilbronn in Nanterre.
Lunch Poems von Frank O’Hara.
Die alten Hotels in Menaggio.
Die Zeichnungen von Joseph Beuys.
Das schlechte Gemälde vom Golf von Neapel.
Die Weine von Karl Seckler.
Das Wort Schwermut.
Mein Hörsturz im Februar 1991.
Der Schrebergarten meiner Großeltern.
Die junge Berlinerin, die mir so einfach an den Sack fasste.
Die Nachtfahrt nach Paris an Pfingsten 1967.
Die Alcools von
Guillaume Apollinaire.
Michel Polnareff im Casino von
Nizza.
Die Winterreise von
Schubert.
Die Zeichnungen von Alfred Kubin.
Freitag, 20. Juni 2014
Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge
Spürst du manchmal so ein Zittern
Irgendwo in deinem Haupt,
musst du nicht gleich Unheil wittern,
denn es gilt doch überhaupt:
Mit jedem Tag, der nur geschieht,
dein Leben leis von dannen flieht...
Lass es fliehen, lass es gehen!
Irgendwie bleibst du bestehen.
Montag, 16. Juni 2014
Aus Ramsenthalers Notizheften
ERINNERUNGSFETZEN
In 80 Tagen um die Welt.
Morgens um sechs in Venedig.
Das alte Pariser Plakatmuseum in der Rue du Paradis.
Casanova von Fellini.
Das Gelächter der Geschlechter.
Lenz im Film von George Moorse.
TraumHaft
Schulze get the Blues.
Schlaflose Nächte in Paris.
Spät abends im Select.
Das alte Hausmädchen, das jeden Morgen nach dem Chiave
verlangte.
Die Indianer von Karl May.
Die Beckett-Inszenierung im Zirkus von George Tabori.
Die Holzschnitte der Expressionisten.
Die Fondation Doucet.
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