Sonntag, 21. Dezember 2014

Aus Ramsenthalers Notizheften

ERINNERUNGSFETZEN


Die kurzen Geschichten von Robert Walser.

Die Eleganz der Männer in Florenz.

Die riesigen Kirchen auf Gozo.

Die alte Windmühle in der Normandie.

Meine Einsamkeiten.

Die vorzügliche Languste in Dakar.

Auf den Spuren von Alain-Fournier in der Sologne.

Der erste Hot-dog in einem Café nicht weit von der Metro-Station La Motte-Piquet.

Cioran und sein affektierter Pessimismus.

Die Halskette von Ginka Steinwachs.

Die halb verbrannten Hammelnieren bei James Joyce.

Der kleine Friedhof unter meinem Hotelfenster in Tokyo.

Die Orchideen von Nero Wolfe.

Das jüdische Antiquariat in Prag.

Die schwebenden Gerüste in Paris.

Der Denker von Rodin.

Das Bücherdorf in der Bretagne.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge


Wen du weißt:
Es hilft mir keiner,
kein großer Guru und kein kleiner.
Dann sage nur: Ich bin verreist
und meld’ mich wieder nach 100 Tagen...
Jawoll, das musst du wirklich wagen!

Montag, 15. Dezember 2014

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge


Fühlst du dich vom Feind beschattet,
unsagbar müde und ermattet,
verfolgt von alten Altruisten
oder von jungen Journalisten:
dann trink ein Gläschen Birnenbrand
und schon reicht dir das Glück die Hand,
trink eins, dann zwei, dann drei
und schon kommt das Christkind auch vorbei.

Samstag, 29. November 2014

Aus Ramsenthalers Notizheften

ERINNERUNGSFETZEN


Elias Canetti bei einer Lesung in Mainz.

Auf den Spuren von Saint-Pol-Roux in der Bretagne.

Das Unwetter in Vaison-la-Romaine.

Rüdiger Vogler auf dem Bahnhof von Nanterre.

Die Silvesternächte auf dem Grand Ballon.

Die riesigen Spinnen auf La Réunion.

Die große Runde um Apollinaire von Marie Laurencin.

Das Mallarmé-Seminar in Mainz.

Joseph Roth, der sich Paris zu Tode säuft.

Melancholie in der Familienpension von Saint-Denis.

Gregory Peck in Ein Herz und eine Krone.

Sonntag, 23. November 2014

Aus Ramsenthalers Kindheit


Das Leben spielte sich bei uns hauptsächlich der großen Wohnküche ab. Es gab auch noch ein Wohnzimmer, doch das wurde nur an Festtagen und zu besonderen Anlässen benutzt, Im Winter mußte man es dann auch nicht heizen. Dann gab es noch das Schlafzimmer meiner Eltern, wo auch mein Bett stand. Dunkel erinnere ich mich auch noch an ein Gästezimmer, das gelegentlich auch an einen möblierten Herrn vermietet wurde. Einer hieß Herr Schweiger, ein Name, über den ich lange nachdachte. 

Montag, 10. November 2014

Ramsenthalers Fundstücke


Die nackte Birne
In diesem Zimmer war nichts, nur eine nackte Glühbirne. Wer kennt nicht diesen Satz bzw. diese Situation. Hier gibt es zwar einiges, doch die nackte Glühbirne sollte nicht fehlen. Schauen Sie nach oben: Da hängt sie.

Donnerstag, 6. November 2014

Aus Ramsenthalers Notizheften

ERINNERUNGSFETZEN


Alle Filme von Truffaut, besonders Der Mann, der die Frauen liebte.

Die Manifeste der Surrealisten.

Das Massaker von Chios von Delacroix.

Die Bärenbilder im Berner Hauptbahnhof.

Der Rosé von Champaga.

Jean Seeberg in Außer Atem.

Die Syberbergfilme in Paris.

Der Lesesaal in der Pariser Oper.

Sartres Tod in Paris, als ich zum falschen Friedhof pilgerte.

Die Nacht auf dem Hochsitz beim Eckenrother Fels.