Donnerstag, 2. März 2017

Aus Ramsenthalers Notizheften

Ich denke, was ich schreiben könnte. Ich schreibe, was ich denken könnte.

Kein Gefühl mehr, allenfalls Nervosität zeichnet mich aus.

Mit beiden Beinen stehe ich auf dem Boden der Realität. Je fester mein Stand, desto mehr verliere ich den Boden unter den Füßen.

Recht haben und dennoch im Unrecht sein.

Der Ausschnitt, den ein Fenster bietet, ist nicht die Welt, wenn’s manchmal auch so scheint.

Früher noch sagte ich Worte, die niemand verstand. Heute versteht mich ein Jeder.

Walke die Wolken und die Wolken welken dahin.

Das Denken habe ich nie gelernt, dennoch denke ich, ich denke.



Donnerstag, 23. Februar 2017

Aus Ramsenthalers Notizheften

Das ABC so mancher Tage
Ach
Banal erscheinen selbst die besten Dinge
Charme? Ach was
Dutzendware die Gedanken
Egal, alles egal
Flach wirkt das Erhabene
Gummi in den Gliedern
Hämisch grinsen die Anderen
Idioten sind zu beneiden
Jammern hilft auch nicht
Kotzen könnte man ständig
Lustlos herumlungern
Mutlos den ganzen Tag
Niedrig die Gesinnung
Ohne Zweck und Ziel
Psychose erstrebenswert
Quatsch, alles Quatsch
Rabenschwarz die Zukunft
Sinnlos jegliche Bemühung
Tief unten kauert das Gemüt
Unsinn alles
Vergeblich ist’s, sich aufzuraffen
Wahnsinnig werden: die beste Alternative
Xantippen lauern überall
Yeah, Yeah, Yeah: längst vorbei
Ziellos umherirren

Freitag, 17. Februar 2017

aus Ramsenthalers Poesiealbum

WELTENDE
Wenn die Welt
zusammenfällt,
bleibt nicht einmal
das All,
nur noch ein großer Knall,
der gar nicht stört,
weil ihn niemand hört.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Ramsenthalers rätselhafte Ratschläge

Brenn’n deine Lüste lichterloh,
macht dich das nicht immer froh.
Drum lösche sie, das rat ich dir,

mit einem halben Kasten Bier.